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IGNIS Edition
€ 10,50 / sFR 19,80
Buch: Berufung - zurück zur Herrlichkeit Gottes
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Überarbeitete Neuauflage, 135 Seiten, Paperback

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"Gottes Berufung anzutreten bedeutet eigentlich nicht mehr und nicht weniger, als eines der kostbarsten aber auch unscheinbarsten Güter, die wir erhalten haben, im Sinne Gottes zu gestalten: unsere Zeit! (...)

Wir bewegen uns durch die Zeit, als säßen wir in einem Zug, der sich nicht anhalten lässt und auch nicht zurückfahren kann - der sich nicht einmal beschleunigen oder verlangsamen lässt, bis wir durch den letzten Tunnel fahren und die letzte Haltestelle erreichen: die Ewigkeit.


Oft wird uns erst im Angesicht des Endes bewusst, dass wir nur dieses eine Leben von Gott verliehen bekommen haben. Dieses Leben, ja, jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick, ist einmalig und wird – zum Guten wie zum Bösen – nie wieder zurückkommen.
Je seltener eine Substanz ist, desto kostbarer ist sie. Aus der Perspektive der Ewigkeit ist unsere Zeit auf dieser Erde unglaublich kurz – und damit unglaublich kostbar! (...)

Betrachten wir unsere Reise in der Zeit näher, so werden wir feststellen, dass es immer nur einen einzigen Augenblick gibt, in dem wir irgendetwas entscheiden, verändern oder bewegen können; es gibt auch nur einen einzigen Augenblick, in dem wir mit Gott Gemeinschaft haben, ihn anbeten und sein Reich bauen können. Es gibt nur einen Augenblick der Vollmacht! Dieser Augenblick ist weder gestern noch morgen, weder vorhin noch nachher – er ist JETZT!

Das Jetzt der Gegenwart ist dieser winzige Punkt, in dem die Vergangenheit und die Zukunft "zusammenstoßen". In jedem Moment unseres Lebens ist die Vergangenheit schon vorbei, und die Zukunft ist noch nicht da: Beide sind unserem Zugriff entzogen. In dem einen Moment existieren wir nicht mehr, in dem anderen noch nicht.

Das Erstaunliche ist nun, dass die meisten Menschen – obwohl sie im Jetzt existieren – dennoch nicht im Jetzt leben. Sie werden systematisch aus diesem jeweiligen Augenblick des Lebens herausgezogen – hinein in die Vergangenheit oder in die Zukunft.
Durch Schuldgefühle und Anklage werden sie in der Vergangenheit gebunden und durch Sorgen und Ängste in der Zukunft, mit dem Erfolg, dass sie um das Jetzt, den einzigen Augenblick des Lebens und der Autorität, betrogen werden.
Die Zeit auszukaufen bedeutet also zunächst, im jeweiligen Augenblick zu leben, das Hier und Jetzt gleichsam zu "umarmen". (...)

Besonders wenn die Wegstrecken langweilig, leer, schmerzhaft oder Furcht einflößend scheinen, ist es wesentlich angenehmer, diese Abschnitte einfach innerlich zu umgehen. Vieles kann uns als Tür dienen, um den Zug unseres Lebens streckenweise zu verlassen: Tagträume, die Bemühungen der Unterhaltungsindustrie, Alkohol und eigentlich alle anderen Substanzen oder Tätigkeiten, die uns helfen, aus dem Hier und Jetzt „auszusteigen“.

Natürlich geht uns mit jedem Ausstieg aus dem Leid auch die Empfänglichkeit für die Schönheit und die Schätze verloren, die wir hätten finden können, wenn wir präsent geblieben wären. Wir fangen an, verschiedene Wegstrecken innerlich zu „verschlafen“. Wir werden Stück für Stück um unsere Lebenszeit gebracht und geraten mehr und mehr in einen Schlaf, der dem Tod ähnelt…

Wo das geschieht, brauchen wir „Erweckung“. Wir brauchen Gottes Liebe, die uns berührt und weckt und aus diesem Schlaf des Todes neu ins Leben führt. Und mit jeder Berührung, mit jedem Wort werden wir ein wenig wacher und mutiger und lebendiger… (...) Es kann keine wichtigere Frage geben als die, was Gott auf dieser Wegstrecke für mich vorbereitet hat – die Frage nach meiner Berufung!"
[Karsten Wagner, Textauszug]

Dieses Buch wurde aus dem Anliegen geboren, all jene zu ermutigen und zu unterstützen, die Sehnsucht nach Gottes Berufung haben.
Dabei stellt sich als erstes die Frage, was wir eigentlich suchen, wenn wir nach „unserer Berufung“ suchen.
Viele Menschen glauben, ihre Berufung wäre Gottes Antwort auf die Frage: „Herr, was soll ich tun?“ Sie suchen einen Auftrag. Sie erwarten eine Handlungsanweisung. Und sie denken, Berufung wäre etwas, was Gott von ihnen möchte. Dabei ist es eigentlich zunächst das Gegenteil: Berufung ist das, was Gott für uns möchte – unser Erbe!

Weitere Themen des Buches:
  • Welche Rolle spielt unsere Identität?
  • Können Krisen eine Bedeutung für unsere Fruchtbarkeit haben?
  • Ist der Plan Gottes schon festgelegt oder noch offen?
  • Speilt es eine Rolle, was ich will?
  • Wie ist es mit den Gaben? Ruft Gott den Begabten - oder vielmehr den Unbegabten?
  • Wie entfaltet sich meine Berufung?

 
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