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Das Unvollkommene kann blühen

Der Versuch mehr Schönheit in diese Welt zu bekommen, lautet: Entdecke Blüten oder schaffe Blüten, bringe das Unvollkommene zum Blühen, in der Gegenwart des Vollkommenen.

1. Ko 13,10 heißt es: „Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.“ Das Stückwerk. Stückwerke!
Das Leben besteht aus Stückwerken. Alles. Es fehlt immer etwas!
Und: Es werden Stückwerke bleiben. Da können wir uns noch so viel anstrengen, es wird immer etwas fehlen, auch wenn weniger fehlt.
Meine Art zuzuhören; die Art, wie sich der andere kleidet; der Stau am Feierabend; der Leitartikel in der renommierten Wochenzeitung; meine Kompetenz, ein Auto zu reparieren; der Bau einer Brücke über einen Fluss; die meisterhafte Inszenierung eines Theaterstücks, der Gewinn der Fußball Champions League …. Gemessen am Vollkommenen gibt es nur „Stückwerke“.


Schönheit als Abglanz der Herrlichkeit Gottes


Es gibt noch eine weitere Art von Stückwerken, neben diesen Unvollkommenheiten, nämlich die zerschossenen, zerstörten, missbrauchten, verletzten, zersplitterten „Stückwerke“.
Im Angesicht dessen, dass die „Welt im Argen liegt“, gilt es Gegenzeichen zu setzen, und ein mehr an Schönheit gehört dazu! Blüten müssen sein! Finden sich auch an diesen Stückwerken oder können wieder blühen. All diese Stückwerke treiben Blüten! Können blühen! Wunderschön. Duftend. Zart. Das ist Gelebte Lebenskunst: Die Blüten nicht zu übersehen. Und: Das Unvollkommene in der Gegenwart des Vollkommenen zum Blühen bringen.

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