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Ausbildung in Supervision

Wenn Handlungsanforderungen immer komplexer werden, wenn berufliche Krisen oder Risiken zu klären sind, die Qualität der eigenen Arbeit verbessert werden soll oder einfach nur eine Außensicht benötigt wird, suchen immer mehr Einzelne, Teams und Institutionen Rat bei Supervisoren.

Ziel und Zielgruppe der Ausbildung

IGNIS bietet 2010-2012 eine Ausbildung in Supervision auf christlicher Grundlage an.
Wer als „Kunde“ von Supervision diese Tätigkeit immer schon interessant fand, wer Freude daran hat, andere Menschen in ihrer Berufung zu stärken, sie zu ermutigen oder liebevoll zu konfrontieren und mit ihnen nach Wegen in Konflikten oder Blockaden zu suchen – für den kann eine Supervisionsausbildung eine wichtige Erweiterung des eigenen Dienstes sein.
Die Ausbildung vermittelt Kompetenzen zur Fallsupervision (Schwerpunkt im Block I) und zur Team- und Gruppensupervision (Schwerpunkt im Block II).

Supervision auf christlicher Grundlage

In der Supervision (von lat. supervidere: „überblicken“) geht es darum, mithilfe einer Sicht „von außen“ bzw. „von oben“ auf die eigene berufliche Situation neue Perspektiven und damit auch neue Handlungsoptionen zu gewinnen. Supervision ist quasi eine Einladung, den "Karren" aus der "eingfahrenen Spur" herauszuheben und dann neu entscheiden zu können, in welcher Richtung man weiter fährt.

In zahlreichen alt- und neutestamentlichen Erzählungen werden solche Blickrichtungsänderung beschrieben und oft mit dem Wirken des Heiligen Geistes, vor allem mit der Gabe der Weisheit, in Verbindung gebracht (z.B. das salomonische Urteil, 1.Kön. 3,16-21, zahlreiche Worte und Taten von Jesus wie z.B. Luk. 20,20-26, der Rat des Gamaliel, Apg. 5,34-42 und viele andere Schilderungen).
Aus einem Auftrag an alle (zu ermahnen, zu trösten, Wege zu weisen, …) kann bei Einzelnen eine besondere Gabe (ein „Charisma“ des Tröstens, des Ermahnens, des Lehrens, …) oder sogar ein Amt werden (Hirte, Lehrer, Bischof, …). Das dem Wort Supervisor sprachlich am nächsten stehende altgriechische „epískopos“ (Bischof) meinte ursprünglich die Verantwortlichen einer lokalen Gemeinde; die Verantwortungs- und Machtfülle des Bischofsamtes entwickelte sich erst im Lauf der Geschichte. Der moderne Supervisor handelt außerhalb der Hierarchie (als Stabsstelle); ihm stehen wenig Machtmittel zur Verfügung – und das ist seine besondere Chance.

Supervision auf christlicher Grundlage fragt nach der Absicht und den Möglichkeiten Gottes in einer konkreten Situation, gibt dem Wirken des Heiligen Geistes Raum und lässt sich am Wort der Bibel messen. Eine solche Supervision möchte dazu dienen, dass Gott in einer schwierigen Situation den Supervisanden etwas Neues schenken kann und dass deren Potenzial sich entfaltet. Jedoch dürfen das Wirken Gottes und eine solide Ausbildung nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Supervisionsforschung und –praxis hat zahlreiche Instrumente zur Rollen- und Auftragsklärung und ein vielfältiges methodisches Handwerkszeug entwickelt, die im christlichen Rahmen fruchtbar werden können. Haltungen (wie z.B. Ergebnisneutralität, Allparteilichkeit …), übergeordnete Theorien (wie z.B. Theorie U nach Scharmer, Konfliktmanagement, …) und einzelne Methoden und Techniken (Problemaktualisierung, Arbeiten mit Gefühlen, …) sind daher grundlegende Bestandteile der Ausbildung, die jedoch immer auf den christlichen Hintergrund reflektiert werden.

Die IGNIS-Supervisionsausbildung soll unter anderem zur Supervision in gemeindlichen, seelsorgerlichen oder beratenden Arbeitsfeldern befähigen; auf deren Besonderheiten wird daher ausführlicher eingegangen. [weiter...]

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