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Auswirkungen eines Traumas

 

Menschen reagieren auf vergleichbare Belastungssituationen unterschiedlich. Obwohl Ereignisse, die Todesangst auslösen, jeden Menschen belasten, reagiert doch nicht jeder mit einer Traumastörung. Hierfür hat die Positive Psychologie einen Fachterminus, der eigentlich aus der Biologie stammt: Menschen haben ein unterschiedliches Maß an Resilienz (Spannkraft, Schwung, Widerstandsfähigkeit, Lateinisch: „resilire“: zurückspringen oder abprallen), können unterschiedlich flexibel auf die Anforderungen wechselnder Situationen reagieren und auch stressreiche, frustrierende oder sonstige schwierige Lebenssituationen meistern.
 

Entwickelt sich eine Traumastörung, kann sich dies auf die gesamte Persönlichkeit auswirken.

  • Das Gefühl der Verwirrung, des Durcheinandersein entsteht, „nicht wissen, wo oben und unten ist“, bis hin zu einem Verschwimmen der Ich-Grenzen.  
  • Körperlich können starke Schmerzen auftreten. Einerseits kann es bis zur Ohnmacht bzw. zum Umkippen kommen oder bis hin dazu, dass der Körper nicht mehr gefühlt wird.  
  • Es kann ein gefühlsmäßiges Chaos entstehen oder bis hin dazu, dass nichts mehr gespürt wird (man nennt es im chronischen Fall „Seelentaubheit“).
     
  • Der Betroffene kann unter einer Flut von Bildern, Gerüchen, Geräuschen, Geschmack leiden oder in ein nichts mehr Wahrnehmen kippen.  
  • Es entsteht der Verlust der Fähigkeit zur raumzeitlichen Einordnung des Geschehen bis hin dazu, dass man unter Umständen nichts mehr weiß. (nach M. Huber)


Es können wieder erlebende Symptome (z.B. wiederkehrende Traumabilder, Alpträume) auftreten, die sich mit lähmenden, vermeidenden Symptomen (z.B. Selbstverletzung oder das Bedürfnis sich zu betäuben durch Alkohol, Arbeit, Essen etc.) abwechseln. Hinzu kommt eine erhöhte Erregbarkeit, die sich in Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen, Reizbarkeit oder Wutausbrüchen, Konzentrationsschwierigkeiten, übermäßiger Wachsamkeit und übertriebenen Schreckreaktionen äußern kann.

 

weiter > Mögliche Ziele der Traumatherapie
 

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