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Eltern, Kinder, Jugendliche

Kinder-Mut-Mach-Programm

Schaffe einen Ort, der Kindern und Familien Hoffnung und Hilfe anbietet!

Seit 1989 werden in den USA von christlichen Gemeinden und anderen christlichen Organisationen sogenannte “Confident Kids” Gruppen angeboten. Linda Kondracki Sibley hat dieses Programm entwickelt, um Hoffnung, Hilfe und Heilung für Familien anzubieten, die mit Problemen zu kämpfen haben. Kinder und ihre Eltern finden einen sicheren Ort, an dem sie in einer liebevollen und zugewandten Umgebung über wichtige Themen des Zusammenlebens sprechen können, verbunden mit Spielen, Anspielen und Gesprächen in Kleingruppen. So werden Strategien für die Bewältigung des Alltags mit all seinen Problemen vermittelt.

Margret Bachmann, schulische Heilpädagogin

“Seit sieben Jahren arbeite ich sehr gerne mit dem Konzept „WAEHLE“ aus dem Kinder-Mut-Mach-Programm, das ich im AD(H)S-Trainerkurs kennen gelernt habe. Kindern mit AD(H)S scheint dieses Konzept zu gefallen. Dabei ist mir wichtig, dass kleine Schritte vereinbart, formuliert und vom Kind/ Jugendlichen unterschrieben werden. So kommen wir gut vorwärts.”

Kinder-Mut-Mach

Das Kinder-Mut-Mach-Programm gibt Anregungen für mutmachende Gruppentreffen, umzusetzen z.B. als

  • Mitarbeiter in der Kinder-, Jugend- oder Familienarbeit
  • Pädagoge in der Förderpädagogik

Für die Projektleitung sollten Sie Vorerfahrungen im Umgang mit Kindern und Familien mitbringen.

Themen

Zu drei Themen haben wir mit Erlaubnis der Autorin die ausführlichen Materialordner als “Kinder-Mut-Mach-Programm” übersetzt.

Thema 1: Ich treffe kluge Entscheidungen

Kinder lernen beim Thema “Ich habe immer Entscheidungsmöglichkeiten” den Unterschied zwischen klugen und unklugen Entscheidungen kennen. Mithilfe der sechs Schritte “WAEHLE” üben sie, kluge Entscheidungen zu treffen. Außerdem lernen sie zu entscheiden, wie weise Erwachsene gefunden werden, die ihnen bei der Auswahl helfen können, wenn sie es brauchen.

Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag:

Der 15-jährige M. ärgert sich über seinen Lehrer und sein Zeugnis, weil er in „Sorgfalt“ immer wieder „genügend“ anstelle von „gut“ oder „sehr gut“ hat. Dies wirkt sich auf die Stellensuche ungünstig aus.

  • W: Er erkennt, dass er bisher noch nichts dagegen unternommen hat.
  • A: Er findet eine andere Möglichkeit: Anstelle von Wut will er sich verbessern.
  • E: M. unterschreibt bei der Heilpädagogin seine Entscheidung, dieses Thema mit seinem Lehrer zu besprechen.
  • H: Er handelt nach seinen Möglichkeiten, indem er schlecht leserliche Arbeitsblätter neu gestaltet.
  • L: M. lässt sich nicht von seinem Vorsatz abbringen; er stellt sich erneut der Kontrolle des Lehrers.
  • E: Das Ergebnis ist erfreulich. Falls er sich weiterhin solche Mühe gibt, wird er ein „gut“ erhalten.

Thema 2: Ich stelle mich meinen Gefühlen

Kinder lernen bei dem Thema “Alle meine Gefühle sind okay” wie sie ihre Gefühle benennen können, wie sie diese auf gesunde und angemessene Weise ausdrücken können und wie sie ihre Gefühle einsetzen können, um herauszufinden, wann es Zeit ist, um Hilfe zu bitten.

Thema 3: Ich lebe in meiner Familie

Kinder werden bei dem Thema “Es gibt keine perfekten Familien” ermutigt, die Familie als den ersten Platz zu sehen, wo sie dazugehören und sie lernen eine Vielzahl von Fähigkeiten für das Zusammenleben in der Familie.

Aufbau

Zu jedem Thema gibt es eine grundsätzliche Einführung und Vorschläge für sieben Treffen für jeweils vier Altersstufen: für Kinder im Vorschulalter, Grundschulkinder, Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren und für die Eltern. Ein Familienabend rundet jedes Thema ab.

Einsatzmöglichkeiten

Man kann diesen Kurs in eigens dafür vorgesehenen Gruppen oder weniger aufwendig in bereits bestehenden Gruppen wie z.B. am Sonntagmorgen durchführen.

Die einzelnen Lektionen können auch unabhängig vom Gesamtkonzept in Kinderstunden, Kindergottesdiensten oder auf Freizeiten durchgeführt werden. Dies kann eine große Bereicherung für die Kinder bedeuten und ist bereits mit wenigen Mitarbeitern zu realisieren. 

Kennenlernen des Materials

Sie können sich einen Themenband zur Ansicht zusenden lassen und ihn zu Hause und mit Ihren Mitarbeitern kennen lernen. Dann können Sie sich entscheiden, ob Sie ihn behalten wollen oder ob Sie ihn zurückschicken.

Kosten

Die Lizenzgebühr für einen Ordner beträgt EUR 110,- / CHF 140,

bei ausschließlich privater Nutzung EUR 70,-./ CHF 90,-.

In dieser Gebühr sind enthalten: der Materialordner mit der Nutzungserlaubnis, die Rechte, alle Unterlagen für die zukünftigen Mitarbeiter zu kopieren,

Die Lizenznummer wird nach Eingang der Gebühr zugeschickt.

Projektbetreuung

Joachim Kristahn, 09321-1330-54 | joachim.kristahn@ignis.de