Glaube, Psychologie, Leben
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Eltern, Kinder und Jugendliche

Berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Christlichen Kinder- und JugendberaterIn

Die Themen

der Ausbildungswochenenden decken ein breites Spektrum der beratenden Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ab.

So bekommen Sie einen guten Einblick in theoretische Hintergründe und praktische Ansätze und können später Schwerpunkte in Ihrer beratenden Arbeit setzen.

Bindung und Bindungsstörung

Familie ist zutiefst ein Ort der Beziehungen. Kinder sind existenziell darauf angewiesen, in ihrer Bindungs- und Beziehungsfähigkeit gefördert und versorgt zu werden. Das erste Wochenende widmen wir diesem zentralen Thema in der Beratung. Gleichzeitig gibt es genug Raum, damit sich die Teilnehmenden auch untereinander kennenlernen und in der Ausbildung ankommen können.

Entwicklung, Entwicklungsstörungen

Kindheit und Jugend sind Zeiträume rasanter Entwicklungen. Das Wochenende vermittelt Grundlagen der Entwicklungstheorie und Möglichkeiten der Beratung, Entwicklung zu fördern. Wir gehen gemeinsam der Frage nach, wie Entwicklungsstörungen entstehen und wie wir ihnen begegnen können.

Gesprächsführung, Erstgespräch

An diesem ersten fachdidaktischen Wochenende werden die Grundlagen der beratenden Gesprächsführung mit Kindern, Jugendlichen und Familien gelegt und eingeübt. Die besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf der Gestaltung des Erstkontaktes zu Kind und Familie und die entsprechenden fachlichen und rechtlichen Gegebenheiten.

Spiel

Kinder leben in einem Spielraum. Sie brauchen das Spielen, um sich zu entwickeln und altersgemäß Beziehungen zu gestalten. Auch in der Beratung kommt dem Spielen und der spielerischen Intervention große Bedeutung zu. Gemeinsam erarbeiten wir theoretische und praktische Ansätze.

Ressourcen, Identität, Berufung

Wenn Kinder und Jugendliche in Beratung kommen, geschieht dies meist, weil eine Störung vorliegt oder Dinge nicht mehr funktionieren. Oft ist dabei schon der Blick darauf verloren gegangen, welche Möglichkeiten und Gaben in ihnen liegen. Dieser wichtige Bereich der Beratung wird theoretisch und praktisch erarbeitet.

Elterngespräch, Elternarbeit 

In der Beratung von Kindern kommen wir immer wieder auch mit den Eltern in Kontakt. Das Wochenende vermittelt die Grundlagen der Elternarbeit und konkrete Vorgehensweisen für Gespräche mit Eltern zu Absprachen, Konflikten und Klärungen.

Dienstaufbau, Supervision

Es braucht gute Informationen und  Begleitung, um ein Beratungsangebot aufzubauen. An diesem Wochenende werden die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen dazu vermittelt. In einem zweiten Teil finden in dieser Ausbildungseinheit supervisorische Kleingruppen statt..

Grundlagen Emotionen, Angst

An diesem Wochenende teilt sich die thematische Ausrichtung in ein Grundlagenthema und ein Störungsthema. Vorrangig geht es um den Umgang mit Emotionen in der Beratung. Aufbauend betrachten wir kindliche Angststörungen und zugehörige Interventionsmöglichkeiten.

Training sozialer Kompetenzen

Kinder leben in ganz unterschiedlichen sozialen Gruppen. Dafür müssen sie lernen, sich sozial zu verhalten. Das Wochenende vermittelt ganz praktische Ansätze, wie wir mit den Kindern soziale Kompetenzen aufbauen und trainieren können.

Familie

Die Familie ist unser zentrales Thema. Gemeinsam erarbeiten wir Familienstrukturen und -hintergründe und deren Darstellungsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk liegt auf den systemischen Zusammenhängen, die in Familien eine Rolle spielen, und in der Erarbeitung christlicher Beratungsansätze.

AD(H)S

Ein großes Thema in der Beratung von Kindern und Jugendlichen ist die Aufmerksamkeitsdefizitstörung. An dem Wochenende wird die Störung (incl. Komorbiditäten, Differentialdiagnosen, Ursachen) vorgestellt und es werden multimodale Beratungsansätze entwickelt und eingeübt.

Trauma und Resilienz

Einige Kinder und Jugendliche kommen zu uns mit schwerwiegenden Verletzungen. Im Kurswochenende wird unterrichtet, wie traumatische Störungen im Kindes- und Jugendalter entstehen und wie die Kinder in ihrer Widerstandskraft gefördert werden können.

Kindeswohlgefährdung, Krisenintervention

Als Berater kommen wir mit Krisensituationen in Familien in Kontakt. Deshalb ist es wichtig, dass wir sicher einschätzen können, wann eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt und wann nicht. Die Einheit dieses Wochenendes vermittelt klare Schritte der Krisenintervention. Im zweiten Teil finden wieder supervisorische Kleingruppen statt.

Berufsbild und Theologie

Alle Seminarwochenenden sind bestimmt von unserem christlichen Glauben und unserer Beziehung zu Gott. In dieser Einheit werden wir genauer fragen: Was macht eigentlich einen CHRISTLICHEN Berater aus?

Selbstschädigung, Selbstfürsorge

Kinder und Jugendliche entwickeln in manchen Situationen Verhaltensweisen, die ihnen selbst schaden. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, diese Entwicklungen zu verstehen. Das Seminar vermittelt didaktische Möglichkeiten, wie wir dem selbstschädigenden Verhalten in der Beratung entgegenwirken und eine gute Selbstfürsorge unterstützen können.

Körpererfahrung, Psychomotorik

Die motorische Entwicklung von Kindern verändert sich. Die Bewegungsgewohnheiten der aktuellen Zeit bringen einige Probleme mit sich. Darüber hinaus zeigen sich psychische Belastungen häufig auch in Schwierigkeiten in der körperlichen Wahrnehmung oder Koordination. An diesem Wochenende werden Grundlagen zu Psychomotorik vermittelt und vor allem Grundideen zur Förderung von Bewegung und Körpergefühl.

Versöhnung und Vergebung 

Im Leben eines Menschen kommt es immer wieder zu Konflikten und Grenzüberschreitungen. Auch für Kinder ist es eine Frage, wie sie mit diesen Erfahrungen umgehen. Das Seminar vermittelt einen kindgerechten Zugang zu Vergebungs- und Versöhnungswegen. Außerdem gibt es wieder supervisorische Kleingruppen.

Grenzen und Gewalt / Aggressionen

Die beiden Themen sind eng miteinander verwandt. Das Wochenende beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Kinder und Jugendliche unterstützen, mit ihren eigenen Aggressionen und den Aggressionen anderer umzugehen.

Sensibilität und Sexualität

Kinder brauchen Schutzräume: äußerliche und innerliche. An diesem Wochenende geht es um Schutz für zwei sehr verletzliche Themen. Gemeinsam werden wir uns den Themen nähern und gleichzeitig überlegen und erfahren, wie wir Kindern und Jugendlichen helfen können, eigene Räume zu bauen, zu bewohnen und zu verteidigen.

Lernen und Lernstörung

Im Kontext der Beratung werden immer wieder Verhaltenstrainings eingesetzt, um mit Kindern neue Möglichkeiten einzuüben. Hierfür werden Trainingsideen vorgestellt und praktisch erarbeitet. Damit ist schon der Grundstock für das zweite Thema gelegt: Umgang mit Lernstörungen.

Verhaltensmodifikation

Wenn wir mit Kindern neue Wege gehen wollen, müssen sie auch etwas dazulernen. Aber das geht häufig nicht schnell oder immer einfach. Die Seminareinheit beschäftigt sich mit der Frage, wie wir die Kinder ganz konkret dabei unterstützen können, ihr Verhalten zu verändern. Daran schließen sich wieder supervisorische Kleingruppen an.

Kommunikation und Umgang mit Medien 

Wir lernen wichtige Kommunikationsstrukturen für die Beratung kennen und üben sie ein. Das spielt auch im Zusatzthema „Umgang mit Medien“ eine große Rolle. Gemeinsam wollen wir Möglichkeiten erarbeiten, wie wir Kinder und Jugendliche in der Nutzung verschiedener Medien unterstützen können.

Kinder psychisch kranker Eltern

Kinder sind häufig Symptomträger in einem System. An diesem Wochenende werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie wir Kinder unterstützen, deren Eltern psychisch krank sind. Dabei werden vor allem noch einmal Vernetzungs- und Deeskalationsmöglichkeiten erarbeitet.

Abschied und Hoffnung

Das Abschlussthema spiegelt wider, was wir als Gruppe miteinander erleben: Die gemeinsame  Ausbildung endet hier. Auch für die Kinder sind diese Themen immer wieder Begleiter auf ihrem Lebensweg. Das Wochenende thematisiert beides: Zum einen bearbeiten wir die Frage, wie wir Kinder in ihren Abschiedssituationen begleiten können, und zum anderen schenken wir auch unseren eigenen Abschiedsprozessen Aufmerksamkeit.

Hinweis: Sollte es inhaltliche Änderungen im Curriculum geben, werden wir sie baldmöglichst bekanntgeben.