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Das Kreuz

Da sitze ich in meiner Mittagspause am Tisch.

Mein Blick wandert nach draußen in den Vorgarten der IGNIS-Villa.

Viele von euch kennen es, das Kreuz an unserem Gartenzaun – Symbol unseres Glaubens und unseres Auftrages, hier und deutschlandweit, Hoffnung zu bringen und dem Tod zu trotzen.

Die Büsche in der Frühjahrszeit warten nur so darauf, beschnitten zu werden, und so nutzen sie die frühlingshafte Wachstumszeit und umranken inzwischen mit aller Kraft das Kreuz. Schön sieht das aus.

Es ist in die Jahre gekommen, das Kreuz, und morsch obendrein.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass es ersetzt werden soll, denn der obere Teil des Holzes ist gespalten und die eindringende Feuchtigkeit macht es morsch.

In mir sträubt sich etwas gegen die Erneuerung dieses Kreuzes.

Ihr müsstet es sehen. Die Pflanzen nutzen es als Rankhilfe und wachsen empor gen Himmel. Ein schöner Anblick und Zeichen für das Sprießen in der Natur – Leben kehrt zurück.

Und dann hänge ich meinen Gedanken weiter nach. Mich berührt das Bild.

Die Coronazeit macht müde, denke ich, und der Alltag will mit großer Anpassungsfähigkeitskompetenz gestaltet werden. Mit jeder Woche, merke ich, wird diese Kompetenz weiter geschult und inzwischen erlebe ich auch eine gewisse Routine. Diese Anpassungsfähigkeit wird in Zukunft vielleicht noch etliche Male von Hilfe sein.

Investieren wir in diese Fähigkeit, heute zu üben, könnte morgen nützlich sein!

Zurück zum Wesentlichen:

Das Kreuz als Zeichen des Abschieds und des Todes und gleichzeitig als Hoffnungszeichen in den aktuellen Herausforderungen. Das Leben zeigt sich und besiegt den Tod – an diesem Kreuz wird es sichtbar.

Die Pflanzkraft ist stärker als das morsche Ding. Gott zeigt sich neu. ER schenkt Leben und Hoffnung.

So endet meine Mittagpause, ich nehme Abschied von unserem Kreuz, gehe mit Hoffnung gesättigt an mein Tagewerk und übe mich in meiner Anpassungsfähigkeitskompetenz. Mal sehen, was in meinem Büro auf mich wartet.

Susanne Krieger

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